Die neusten Leserbriefe

Auf der Sonnenseite Athens

N° 186.5. — 12.5. 2012
von Sacha Batthyany

Da ich sehr oft nach Griechenland reise und viele meiner Freunde in Athen wohnen,erlaube ich mir zu diesem ausführlichen Artikel einige Bemerkungen. Ich beginne mit der Beschreibung Athens.Anarchisten,immer bereit, Pflastersteine zu werfen ,Prostituierte, Strassenschlachten,Neonazis … journalistisch spannende Themen.Dieses Bild einer Stadt ohne Gesetze gilt wohl für bestimmte Strassen in Athen,es kann aber keinesfalls für das ganze Zentrum dieser Viermillionenstadt verallgemeinert werden. Mit “Strassenschlachten” sind wohl die Demos gemeint,die heftig verlaufen, eine Erscheinung,die man in der Schweiz auch in Zürich kennt. Zu den Suppenküchen ist zu präzisieren,das auch Altersrentner und Arbeitslose aus dem Mittelstand ihr Essen dort abholen müssen,aber sie tun es diskret,die meisten schämen sich und wollen ihre Würde nicht...

Anne-Marie Bergdol, Chexbres

Das Problem mit der Ungleichheit

N° 1913.5. — 19.5. 2012
von Hans Kissling & Werner Obrecht

Der wertvolle Beitrag von Hans Kissling & Werner Obrecht, dass ungleiche Gesellschaften unglücklicher sind und teuer zu stehen kommen, ist auch ein überzeugendes Plädoyer für mehr Behindertengleichstellung. Menschen mit besonderen Bedürfnissen haben ganz viel Potential. Wenn eine Gesellschaft bereit ist, diese Ressourcen zu nutzen, geht es allen besser und es kostet unter dem Strich auch noch weniger. Deshalb haben letztendlich alle etwas davon, wenn wir bestehende Barrieren für Menschen mit Behinderung in allen Lebensbereichen weiter abbauen und wirklich alle Menschen teilhaben lassen in Schule, Bildung, Arbeit, Kultur, Information, Bau und öffentlichem Verkehr. Es sollte wirklich in Bundesbern bewusst sein, dass wirklich nichts im Wege steht, die UNO-Behindertenkonvention nun raschmöglichst zu unterzeichnen. Die Schweiz ist...

Léonie Kaiser, lic. iur., Zürich

900 Millionen Menschen gefällt das

N° 1913.5. — 19.5. 2012
von David Bauer

Der Beitrag bestätigt meine Ansicht, dass Abstinenz von Facebook nur Vorteile und keine Nachteile hat. Auch das Problem von 19:58 am ersten Tages lässt sich ohne Facebook lösen: Die Aussage “Die Ausnahmen bestätigen die Regel” ist selbst eine Regel und muss deshalb eine Ausnahme haben. Deshalb muss mindestens eine Regel existieren, die keine Ausnahme hat. Dieser Widerspruch degradiert die Aussage zu purem Unsinn.

Hans Abegglen, Arbon

900 Millionen Menschen gefällt das

N° 1913.5. — 19.5. 2012
von David Bauer

“richtig” angewandt hat Facebook ohne Zweifel seine ganz speziellen Vorteile. Andererseits, und das zeigt der Selbstversuch von Monsieur Bauer, scheint die Dummheit gewisser Leute auf der nach oben offenen Skala des Blödsinns keine Grenze zu haben. Die Vermerke zwischen 12:03 und 23:45 am Schluss des bedruckten Papiers sind eine Aufreihung von Banalitäten welche u.a. die dürftige Resonanz von Facebookteilnehmern spiegeln. Immerhin wird der Leserschaft um 13:52 mitgeteilt, dass Monsieur Bauer Hunde hasst. Das wundert mich nicht, jemand wie Monsieur Bauer, der sich unrasiert und mit angezogenen Schuhen derart auf ein Hotelbett hinlümmelt, kann das tiefere Wesen, die Treue und Intelligenz eines Hundes wohl nicht ermessen !  

Albert Augustin jun., Gelterkinden

Unser grosses Abenteuerprogramm

N° 186.5. — 12.5. 2012

Ich kann mich dem Leserbrief von Martin Schmid voll anschliessen und möchte dem noch ein paar Zahlen anfügen: Wenn man die 200 – 600 Millionen Franken pro Jahr für Gebäudesanierungen mit den jährlichen Ausgaben der Schweiz für Erdöl, Erdgas und Fernwärme von 7 Milliarden Franken (für 2010 gemäss der Schweizerische Energie-Stiftung) vergleicht, so relativiert sich das Ganze. Während die 7 Milliarden Franken für Öl und Gas im wörtlichen Sinne am Ende jedes Jahres verbrannt sind, geht es bei Gebäudesanierungen um langfristige Investitionen, welche den Geldabfluss zu den Öl- und Gaslieferanten laufend vermindern und zudem Aufträge für das inländische Gewerbe generieren. Wir können wählen und es bleibt nur die Hoffnung, dass die Wahl nicht von kurzsichtigen ideologischen Überlegungen wie denjenigen von Thomas...

Pierre Günzburger, Hinterkappelen