Die neusten Leserbriefe

DIE SCHWELLE DES SAGBAREN HAT SICH VERSCHOBEN

N° 46
Anuschka Roshani und Daniel Binswanger

Guten Tag TA-Magazi Das Zwie-Gespräch mit Carolin Emcke ist Sack Stark, will heissen, profund ohne Dünkel! Wie professoral ihre Ausführungen, so sind sie unverständlich nicht ! Munizieuse kristalisiert sich die Genesung des Volkes im Laufe des Gesprächs, wohin des Weges zum Ziel führt aus der Sackgasse des Unmenschlichen. Nämlich aus der Einbahnstrasse der persönliche Unvermögen und Unzulänglichkeiten des Menschens dasein ! Dazu bedarf es die Auseinandersetzung mit der eigenen Fremdheit in uns. Derweil nicht der Politiker zuständig ist, bestenfalls der Seelendoktor. Mit der nicht unwichtigen  Differenz, dass die Populärpolitik die Angst alimentiert, der Arzt eliminiert ! Angstfreies Leben ermöglicht wohlwollende und furchtfreie Begegnungen mit Menschen unterschiedlicher Provenienz.

Luciano Romano, Winterthur

Der Schrecken hat ein Ende

N° 47
Caspar Shaller

Sehr geehrter Herr Shaller, Ich bin Arzt in der HIV-Sprechstunde des Universitätsspitals Zürich und beschäftige mich seit ein paar Jahren mit dem Thema PrEP. Ihr Artikel zeigt viele Aspekte zum Thema. Ich stimme Ihnen zu, was die ausserordentliche Emotionalität betrifft, mit der diese Diskussion geführt wird. Hier kann es helfen, sich auf Fakten zu konzentrieren, wovon mir ein paar in Ihrem Artikel gefehlt haben. Sie zitieren Prof. Vernazza mit der Aussage, dass in der Schweiz die meisten Personen mit einer HIV-Infektion gar nicht ansteckend sind, da sie unter einer wirksamen Therapie sind. Dies trifft leider nur auf die zu, die von Ihrer Diagnose wissen, hier ist die Schweiz sogar Weltklasse....

Benjamin Hampel, UniversitätsSpital Zürich

Der Schrecken hat ein Ende

N° 47
Caspar Shaller

Als ich 24 Jahre alt war, wurde uns auf der ganzen Welt eingetrichtert, dass Aids eine Epidemie der homosexuellen Männern ist. Ich habe viele Freunde gehabt die unter dieser Anschuldigung zutiefst gelitten haben, ganz zu schweigen, von den vielen späteren Todesfällen. Und heute bin ich fast sechzig und im Artikel über die Aids-Pille werden wieder nur homosexuelle Männer dazu befragt. Warum nicht auch Heteros? Wo doch sogar im TV Werbespot von Internetplattformen gezeigt werden,  um fremdzugehen? Ich bin wütend und traurig, dass nach so vielen Jahren, nach so viel Leid schon wieder zuerst die homosexuelle Minderheit erwähnt wird und nicht einfach von ganz verschiedenen Menschen und deren Einstellungen berichtet wird...

Silvana Müller, Zürich

Kein Ort. Nirgends

N° 46

Was ist so schwierig daran, einen “Plan B” zu finden? “Plan A” ist ein Holzweg, das müssten doch endlich alle kapiert haben. Die Nagra brauchen wir nicht, kann man ersatzlos streichen. Die Methode “Aus den Augen, aus dem Sinn” hat noch nie funktioniert, egal, was man verbuddelt hat. Ob es die Munition in unseren Seen ist oder die Giftmülldeponie in Kölliken oder wie früher die Säureverklappungen in der Nordsee – alles kommt als Bumerang zurück und macht unsere Situation noch schwieriger, gefährlicher, teurer. Wir sollten keine Löcher graben, sondern unseren Giftmüll – egal welcher Art – oberirdisch und kontrolliert lagern, sauber registriert, dokumentiert und jederzeit zugänglich. So bleibt er uns...

Willi Pütters

Welche Schuld tragen die Medien?

N° 46
Daniel Binswanger

Sehr geehrter Herr Binswanger Danke für diese klare Stellungnahme gegen den opportunistischen Bückling vor Rassismus, Sexismus und schamlosen Lügen. Die Medien sind nicht nur dazu da, allen Meinungen eine neutrale Plattform zu geben, sondern auch diese Meinungen auf ihren Wahrheitsgehalt und ihre Vereinbarkeit mit den Werten zu prüfen, die die Vertreter der “christlich-abendländischen Werte” zu verteidigen vorgeben. Und dazu gehört auch, sich deutlich gegen Hass und Verachtung auszusprechen. Weiter so!

Anna Hirsbrunner