Die neusten Leserbriefe

Erhan A. würde für den Islamischen Staat töten

N°404.10. — 10.10. 2014
Frederik Obermaier & Marie Delhaes

Es ist äusserst fragwürdig, dass Sie Erhan. A. , im Magazin, wohlverstanden als Titel und in einem Hauptbericht, die Möglichkeit geben, sich zu äussern über seine Absichten, dem IS beizutreten. Es kann doch nicht sein, dass dieser Mann seine Ideen und Absichten über das Morden und andere abscheuliche Taten offiziell mitteilen, sein Ideengut durch die Presse verbreiten und Anhänger gewinnen kann. Sie schreiben, die Motivation, einer so blutrünstigen Terrorgruppe beizutreten, sei der Hass auf unsere Gesellschaft. Warum vergleichen Sie unser Gesellschaftssystem mit einem solch extremen Gedankengut, wo es um Radikalismus und ums Töten geht? Unsere liberale Einwanderungspolitik wird hemmungslos ausgenützt zugunsten der öffentlichen Verbreitung  von Hassparolen und noch schlimmer, die...

Anna Roth, Rubigen

Sind Lehrpersonen Menschen?

N°404.10. — 10.10. 2014
Sabine Windlin

Dieser Artikel ist ein Frontalangriff auf alle Bemühungen um eine Sprache, die beiden Geschlechtern gerecht wird.  Und damit geht es auch um den Versuch, die patriarchalen Verhältnisse wiederherzustellen, als die Männer das Sagen hatten und die Leistungen der Frauen ausgeblendet wurden. Denn die Sprache widerspiegelt unser Weltverständnis, unsere Sicht der Dinge, und gleichzeitig zementiert sie die darin abgebildete „Weltordnung“. Und dafür macht sich eine Frau stark! Die Sprache soll feminisiert werden, behauptet die Autorin. Nein, sie soll beiden Geschlechtern gerecht werden, nicht nur dem männlichen. Die im Artikel erwähnten Beispiele sind an den Haaren herbeigezogen. Eine Lehrperson ist ein Mensch – zweifelsfrei. Und was einen allfälligen Berufswunsch betrifft: Julian will...

Irene Morger-Strebel, Bazenheid

Auf Kosten der Schwächsten

N°404.10. — 10.10. 2014
Daniel Binswanger

Thurgauer Gemeinden sind in Sorge. Die Kosten des Sozialwesens steigen durch das System der KESB. Meine Sorge gilt der neu erscheinenden medialen negativen Propaganda gegen die wertvolle Arbeit der KESB. Diese ist verantwortlich für die Betreuung der Bedürftigen (Einzelpersonen, Kinder & Jugendliche, Familien) – für die schwächsten Glieder in unserer Gesellschaft. Durch die Aufarbeitung der vielmals versäumten oder nach subjektivem Empfinden gefällten Entscheidungen durch engagierte Laienpersonen der früheren Vormundschaftsbehörde, wurde der KESB ein riesiges Aufgabenbündel übergeben. Ohne gesamt überschaubare (auch ökonomische) Zukunftsperspektiven wurden teils schwerwiegende Entscheidungen getroffen. Der Vorschlag, den Gemeinden wieder ein Mitspracherecht bei den Entscheidungen der KESB einzuräumen lässt die Arbeit der KESB als nicht kompetent erscheinen und...

Karin Baumann, Leimbach

Erhan A. würde für den Islamischen Staat töten

N°404.10. — 10.10. 2014
Frederik Obermaier & Marie Delhaes

Es ist grässlich, wie im Tages-Anzeiger (und andernorts) und nun auch im „Magazin“ laufend vom „Islamischen Staat (IS)“ die Rede resp. die Schreibe ist. Damit erliegt man deren Propaganda-Offensive, die über die elektronischen Medien sehr einfach zu führen ist. Eine solche Staatlichkeit gibt es nicht und wird es hoffentlich nie geben. Wenigstens Anführungszeichen wären angesagt, wenn man nicht Teil der Propaganda werden und neue irregeleitete Kämpfer rekrutieren will. Gedankenlos!

Dieter Jann, Hedingen-Zürich

Erhan A. würde für den Islamischen Staat töten

N°404.10. — 10.10. 2014
Frederik Obermaier & Marie Delhaes

Da müsste ich also irgenwie bekannt machen, dass ich in den Jihad ziehen möchte – und schon habe ich meine Story auf der Titelseite des „Magazins“. Ihr Titelbild widert mich an. Auch wenn der Journalist kritische Fragen stellt, wäre doch mehr Zurückhaltung angebracht. Man stelle sich den Dialog unter den Gotteskriegern vor: “Sieh mal an, wir haben es mit unserem Morden nicht nur in die Schlagzeilen geschafft, sondern sogar zu einer Titelstory in einem bekannten Magazin”. Andererseits wird in weiteren Publikationen von Tamedia die zurückhaltende Informationspolitik der Bundesanwaltschaft betreffend der inhaftieren Extremisten kritisiert.

Peter Trachsel, Zollikofen