Die neusten Leserbriefe

Kein Ort. Nirgends

N° 46
Christian Schmidt

Mit der Suche nach dem richtigen Standort und dem richtigen Gestein für die „Endlagerung“ verdeckt die Nagra seit 40 Jahren das weiterhin ungelöste Problem der Endlagerung radioaktiver Abfälle. An welchem Standort und in welchem Gestein auch immer: Radioaktive Abfälle müssen in den kommenden Jahrhunderten jederzeit wieder heraufgeholt und ihre Ummantelung bzw. Strahlung überprüft werden können. Wie diese sich über längere Zeiträume entwickeln, ist unbekannt und kann auch nicht abgeschätzt werden. Es muss also ein Ort gefunden werden, wo radioaktive Abfälle fortlaufend überwacht werden können und ihre Ummantelung nötigenfalls mit neuen Technologien erweitert werden kann. Der Traum, dass man sie irgendwo versenken und dann vergessen kann, muss begraben werden. Das fällt...

Felix de Fries

„Welche Schuld tragen die Medien?“

N° 46
Kolumne von Daniel Binswanger

Sehr geehrter Herr Binswanger Im heutigen „Magazin“ schreiben Sie, dass niemand die Wahl von D. Trump voraussah. Dass seine Erfolgsaussichten jedoch mindestens so gross waren wie diejenige von Frau Clinton, wurde in der Zeitschrift “Astrologie heute” in der Nummer 181 vom Juni/Juli 2016 ausführlich beschrieben, und zwar sehr neutral, da es nicht um die politischen Inhalte der Kandidaten ging, sondern darum, dass Trump mit seinen astrologischen Merkmalen bei der amerikanischen Bevölkerung eine viel grössere Resonanz auslösen konnte als Frau Clinton. Ohne Sie jetzt mit astrologischen Einzelheiten langweilen zu wollen, möchte ich anmerken, dass Herr Trump mit seinen vielbeschriebenen Eigenschaften bei vernünftig denkenden Leuten schlecht abschneidet, die Mehrheit der Wähler jedoch...

Roland Däschler

„Kein Ort. Nirgends“

N° 46
Christian Schmidt

Ich weiss nicht, wie es den anderen Lesern nach diesem Artikel ergangen ist, aber als Grossvater von drei Enkeln bin ich mega frustriert. Da werden zwei Spezialisten auf dem Gebiet der Endlagerung von radioaktiven Abfällen interviewt, und was liest man da? ·         Die NAGRA macht alles falsch. ·         Weltweit gibt es kein funktionierendes Endlager. Man kann heute wettern über die zahlreichen auf der Welt gebauten Kernkraftwerke oder über andere Anwendungen mit radioaktiven Substanzen (z.B. Spitäler). Aber Tatsache ist doch, dass auch wenn die Menschheit kein einziges Kernkraftwerk mehr neu baut, für die vorhandenen und noch anfallenden radioaktiven Abfälle eine Lösung gefunden werden muss. Ohne ein Restrisiko kann wohl keine Lösung gefunden werden,...

Urs Anderwert

„Kein Ort. Nirgends“

N° 46
Christian Schmidt

Was passiert, wenn wirklich etwas passiert? Nach dem aufschlussreichen Bericht über Geologie und Nagra warte ich gespannt auf die Fortsetzung: Wo sind die Biologen, die Modelle und Auswirkungen einer radioaktiven Verseuchung von Luft und Wasser im dicht besiedelten Mitteleuropa (Rheintal) darstellen?

Heiner Keller

„Kein Ort. Nirgends“

N° 46
Christian Schmidt

Sehr geehrte Damen und Herren, hochinteressant Ihr Artikel! Jedoch beängstigend, wenn die beiden Professoren nicht den kleinsten Ansatz einer Problemlösung nennen. Wenn mit Gefahren – Gletscher können bei einer nächsten Eiszeit sich bis in die Tiefe der Endlager graben – argumentiert wird, wird die ganze Suche nach einem Endlager absurd. Wohin zielt Ihr Artikel? Angstmacherei im Hinblick auf die Ausstiegsinitiative? Ob die AKW nun in drei oder dreissig Jahren abgeschaltet werden, spielt ohnehin keine Rolle, wenn nach zig Jahren Suche jeder kleinste Ansatz einer Lösung von Experten zerredet wird. Schade, dass Sie Platz bieten für diese reine Angstmacherei! Ich hoffe, Herr Schmidt wird uns in einer der nächsten Ausgaben des „Magazins“,...

Jürg Moser